Ausschlussdiät: Unverträglichkeiten und Allergien aufspüren

Ich teile das Wissen aus vielen Beratungen gern. Bitte nehmen Sie meine Erfahrungen und die anderer Coaches als Bericht aus der Praxis. Ich selbst mache mir nicht Mühe, systematisch Studien und ärztliche Abhandlungen zu diesem Thema zu lesen, dafür habe ich mehr Zeit mich um Sie zu kümmern und aus der Praxis zu berichten.

Die Notfallversorgung von Allergikern hat die die klassische Medizin recht solide im Griff. Ihr Arzt sollte immer Ihr erster Ansprechpartner sein. Eine wirkliche Allergie gehört immer (auch) in die Hand eines Arztes.

 

Beim Auffinden der Ursachen für Allergien und Unverträglichkeiten sieht es aber schon ganz anders aus.

 

Unverträglichkeiten und Allergien sind meiner Erfahrung nach ein gleichzeitiges Zuviel und Zuwenig. Haben Sie hier eine Baustelle, ist dieser Artikel genau richtig für Sie.

 

Ursache = Wirkung?

 

Unsere menschlichen Gehirne sind recht gut darin einfache Ursache – Wirkung- Beziehungen zu erkennen. Regen – nass, Essen – satt, Sonne – hell, warm. Das klappt schon bei den Kleinen ganz prima. Schwieriger wird’s bei verdeckten und abhängigen Dingen: Wenn eine süße kleine Maus die Mama am Fuß kitzelt, schreit sie in Todesangst, wenn der kleine Luis der Mama den Fuß kitzelt, lacht sie herzerfrischend.

 

Um nun den Unterschied zwischen Luis und der Maus herauszufinden, verzichten wir eine Weile aufs kitzeln ganz. Das ist der erste Ansatz der „Elimination Diet“.

 

Um den zweiten Teil verständlich zu machen, bitte ich Sie in unserer Vergangenheit zu schauen. Die unteren gesellschaftlichen Schichten vor 100 Jahren lebten teilweise in erbärmlichen Verhältnissen. Zu wenig Essen, wenn überhaupt in feuchten kleinen Wohnungen. Weil Brennmaterial teuer war, wurde wenig geheizt, die Wohnung war kalt und deshalb wiederum nicht belüftet was zu Schimmel führte.
Die Kinder litten an Rachitis, waren häufig krank und es gab Schwindsucht.  – Lag das am Schimmel?

 

Jein. Durch die mangelhafte Ernährung fehlte dem Körper die Kraft, sich gegen Infektionen zu wehren. Kommen nun noch zusätzlich Belastungen oder gar Gifte hinzu, kippt das ganze recht schnell.

 

Ganz ähnlich sieht es meiner Erfahrung nach mit den Unverträglichkeiten und zu einem Teil auch bei den Allergien aus.

 

Paradox: Es ist gleichzeitig ein Zuviel und ein Zuwenig. Wäre es gut beides in Ordnung zu bringen?

 

Zuwenig

 

Unser Körper benötigt – soweit heute bekannt ist – 48 essentielle Stoffe unbedingt und täglich über die Ernährung zugeführt.  Das sind neben Sauerstoff und Wasser:

 

– Essentielle Aminosäuren
– essentielle Fettsäuren
– Mineralien
– Vitamine

 

Essentiell bedeutet, dass Sie diese essen MÜSSEN. Ihr Körper erwartet diese essentiellen Stoffe in der Nahrung. Aus diesen essentiellen Stoffen KANN der Körper alle anderen Stoffe selbst herstellen.

 

Bedeutet: Fehlende essentielle Stoffe hindern den Körper perfekt zu funktionieren.

Einige Mangel – Beispiele:
Mineral Jod : bei Mangel gestörter Stoffwechsel,
Vitamin A: bei Mangel Einschränkung des Sehvermögens
Eiweiß Tryptophan: bei Mangel Schlafstörung, Depression, Kopfschmerz.

Um einer Unverträglichkeit oder gar Allergie auf die Schliche zu kommen, sollten Sie also zuerst mögliche Mangelzustände beseitigen.

 

Was könnte ein allgemeiner Hinweis auf einen Mangel sein?

 

  • Wiederkehrende Diäten
  • Fastenkuren
  •  Krankheiten
  •  Andauernden Stress verbunden mit einseitiger Ernährung (Schokolade statt Sellerie)

 Ein Ernährungsprotokoll gibt einem erfahrenen Berater einen ersten Hinweis auf Mängel.

 

Sind die Mangelerscheinungen schon längerfristig und vermuten Sie Mineralien im Defizit, könnte eine Mineral- Haaranalyse (ab ca. 90€) einen ersten Hinweis liefern.

 

Vermuten Sie einen Mangel im Bereich Vitamine oder Eiweiße wäre eine massive Supplementierung ein kostengünstiger Weg, wenngleich das immer noch das Herumtasten im Nebel ist.

Der Königsweg ist sicher die umfangreiche Blutanalyse bei einem erfahrenen Orthomolekular-Mediziner (ab ca. 1800€).

Ein Zuwenig kann übrigens auch durch eine unzureichende Menge an Enzymen im Verdauungsweg verursacht werden (Speichel, Peptin, Magensäure, Gallenflüssigkeit).

 

 

Zuviel

 

Essen ist giftig.

 

Nein das ist jetzt nicht die mentale Einstimmung zur totalen Diät. Es ist einfach nur eine Feststellung. Das meiste Essen enthält auch in geringem Maße „Giftiges“, die sogenannten Antinährstoffe.

 

Antinährstoffe behindern wichtige Prozesse in Ihrem Körper.

(Gifte blockieren, das wäre die Abgrenzung).

Antinährstoffe sind aus zwei Gründen in unserer Nahrung:

1. Der Nahrungs-Organismus hat für uns ungeeignete Stoffwechselprodukte

2. Der Nahrungs-Organismus will sich damit vor seinen Fraß-Feinden schützen.

 

Die gute Nachricht: Die meisten essbaren Säugetiere haben keine Antinährstoffe.  Es gibt auf der ganzen Welt keine Allergie gegen Schweinefleisch, Lamm oder Rindfleisch.  Das können Sie ohne Bedenken essen, wenn es Ihnen Ihre Kultur oder Religion erlaubt.

 

Die schlechte Nachricht: Viele pflanzliche Nahrungsquellen enthalten Antinährstoffe. Bei einigen pflanzlichen Nahrungsmitteln können die Antinährstoffe durch Zubereitung (kochen, dünsten, ausmahlen, trocknen) vermindert werden.
Der allseits als gesund gepriesene Apfel enthält zum eigenen Schutz in der Schale Wachse, die viele Menschen nicht verdauen können. Rohe Kartoffeln und unausgereifte Tomaten enthalten das giftige Solanin. Süßgräser (Weizen, Gerste, Hafer) enthalten Gluten, das Ihnen Ihren Darm durchlöchert.

 

Schöne Ausnahmen gibt es aber auch hier: Viele Wurzelgemüse können direkt verzehrt werden.

 

Ein Zuviel kann aber auch durch bestimmte Stoffe entstehen, die recht harmlos daher kommen. Unser Körper kann Sie aber nicht oder nur in geringer Menge verstoffwechseln: Fructose, Lactose oder Alkohol. Der Körper ist so mit dem Aufräumen dieser Stoffe beschäftigt, so dass es für wichtige Dinge an anderer Stelle nicht mehr reicht.

Wie kommen Sie nun dem Übeltäter auf die Spur?

 

1. Defizite auffüllen

 2. Antinährstoffe eingrenzen, auf die Sie besonders empfindlich reagieren.

 

Der Englische Trainier Max Doy hat hierzu das Konzept der „Elimination Diet“ entwickelt.
(Und nicht nur das. Till Sukopp berichtet: Nur wer schriftlich versicherte, vier Wochen vor dem Coaching die „Elimination Diet“ durchzuführen, wurde von Ihm und seinem Team überhaupt betreut. Allein die Diät brachte bereits sensationelle Erfolge.)

 

Wie geht das?

 

Während der „Elimination Diet“ – die ich gern als Ausschluß-Diät übersetze – dürfen Sie nur folgende Lebensmittel essen und trinken:

  • Reines Wasser ohne Gas, Kräutertee,
  • Frische Lebensmittel (d.h. nicht verarbeitet, reine Tiefkühlkostware ohne Zusätze ist m.E. ok)
  • Täglich verschiedene Sorten Fleisch,(möglichst von Weidetieren oder Wild, Tier aus konventioneller  Zucht enthält möglicherweise zu viel Histamin)
  • Zwiebeln aller Art wie Knoblauch, Zwiebeln, Schnittlauch, (wenn Sie diese vertragen)
  • Reichlich Gemüse (Salate und einige Wurzelgemüse)
  • Olivenöl, Kokosöl, Flachssamen Öl,
  • Mäßig Obst
  • Würzen mit Salz, Pfeffer, Kräutern

Als kleine Hilfe empfehle ich noch ein hochwertiges Eiweißpulver, Fisch- oder Krill Öl und Vitamine nach gusto.

 

Böse, tabu und unbedingt zu vermeiden sind während der Ausschlußdiät:

 

  • Alle Süßgräser (Weizen, Mais, Gerste, Roggen, Hafer/Müsli, Hirse, Buchweizen, Hirse, eventuell auch Reis) und Produkte daraus wie Brot und Nudeln
  • Nüsse und Samen (Amaranth, Quiona)
  • Milchprodukte (Milch selbst, Quark, Käse, Joghurt und leider auch Butter)
  • Zucker und Süßstoffe
  • Koffein (Kaffee, Red Bull, Tee, Cola, Limonaden, Schwarzer und Grüner Tee)
  • Starke Gewürze (Kakao, Zimt, Nelken)
  • Alle verarbeiteten Lebensmittel (es ist unüberschaubar was drin ist)
  • Stärke (Bananen, Papaya, Kürbis, Pastinaken, Rüben, Kartoffeln)
  • Hülsenfrüchte (Soja, Erbsen, Linsen, Bohnen, Erdnüsse)
  • Kohl (Brokkoli, Blumenkohl, Rotkohl, Weißkohl, Chinakohl, Rosenkohl)
  • Zitrusfrüchte
  • Margarine, Sonnenblumenöl, Distelöl, Palmöl, künstliche Fette,
  • Nachtschattengewächse (Tomaten, Paprika, Auberginen, evtl. auch Gurke und Zucchini)
  • Lebensmittel die nicht auf dieser Liste sind, die Sie aber bisher in sehr großen Mengen verzehren (z.B. täglich ein Kilo Pflaumen um ein Beispiel zu geben)

 

Die besten Eliminationsdiäten entfernen die größte Anzahl von Lebensmitteln. Generell ist die restriktivere die bessere. Ja, es ist mehr Arbeit. Aber wie bei den meisten Dingen, mehr Aufwand, mehr Gewinn.

 

Und müssen Sie sich jetzt für immer so einschränken?

 

Nein. Nach drei bis vier Wochen sind meist die Symptome abgeklungen. Bei Kindern meistens bereits nach 10 Tagen. Nach der Ausschlußdiät führen Sie schrittweise Nahrungsmittel wieder ein.

 

Nach drei bis vier Wochen trinken Sie z.B. ab Montag  für zwei Tage ein Glas Milch, und essen Käse oder Quark. Wenn Sie bis zum Mittwoch keine Symptome feststellen, probieren Sie am Donnerstag und Freitag z.B. Eier oder Kartoffeln. Sind am Samstag keine Symptome festzustellen, nehmen Sie sich das nächste Lebensmittel vor.

 

So bewegen Sie sich dann Schritt für Schritt vor. Stellen Sie Symptome fest, wissen Sie sofort, was Sie für immer aus Ihrer Küche zu verbannen haben. Adieu.

Am häufigsten bleiben aus meiner Erfahrung auf der Strecke:

 

  • Hülsenfrüchte
  • Getreide
  • Zucker (Akne)
  • Milchprodukte (mit Ausnahme von altem Käse wie  Gouda oder Parmesan)
  • Wein, Alkohol, Kaffee in bestimmten Zubereitungsvarianten,
  • manchmal leider auch bestimmte Kohlsorten oder Früchte

 

Woran erkennen Sie eine mögliche Unverträglichkeit?

 

  • Blähungen, (Rülpsen, Pupsen, Bauchblubbern)
  • Rascher Stuhlabgang nach dem Verzehr, gelegentlicher dünner, schleimiger Stuhl,
  • Unwohlsein, Völlegefühl, Ziehen oder Bauchschmerz
  • Esshemmung (es schmeckt plötzlich nicht mehr oder gar Ekel)
  • Schlaflosigkeit
  • Müdigkeit
  • Gelenkschmerzen und / oder Entzündung
  • Hautausschläge oder Akne-Ausbrüche, Pickel,
  • Kopfschmerzen
  • Kurzzeitiger Schwindel
  • Nebenhöhlen- oder andere Atemprobleme

 

Der Schlüssel: Achten Sie darauf wie Sie sich fühlen.  Achten Sie auf Dinge wie z.B. Schlaf, Stimmung, Energie, Verdauung, Stuhlgewohnheiten usw.

 

Hinweis: Stellen Sie erhöhte Energie fest, unbedingt notieren. Es könnte sich hierbei um einen Vorboten einer Abwehrreaktion handeln. Oder Sie haben eine neue Kraftquelle gefunden.

 

Hilfsmittel Tagebuch

 

Ein Tagebuch ist außerordentlich hilfreich (sollte ich besser sagen notwendig?).
Versuchen Sie nicht, sich auf Ihr Gedächtnis verlassen. Denken Sie daran, dies ist ein Selbstversuch. Und jeder gute Wissenschaftler führt ein Laborbuch, in dem diese ihre Notizen und experimentelle Details festhalten können.

 

 

 

Hilfsmittel Pulsuhr

 

Mit Hilfe einer Pulsuhr können Sie die Unverträglichkeit eingrenzen. Kommen Sie vor dem Essen für 10 Minuten zu Ruhe und bestimmen Sie Ihren Puls. Nach dem Verzehr sollte Ihr Puls gleich bleiben oder nur geringfügig steigen. Erhöht sich der Puls um mehr als zehn Schläge/Minute, kann das auf eine Unverträglichkeit hindeuten. Der Puls wird durch viele andere Faktoren bestimmt und ist kein alleiniges Kriterium. Tritt die Pulserhöhung systematisch nach dem Verzehr verdächtiger Lebensmittel auf, rate ich Ihnen dies als sehr deutlichen Hinweis zu nehmen.

 

 

 

Tipps für den Erfolg

 

Die Eliminationsdiät erfordert einige Mühe. Sie ist bestechend einfach. Es erfordert nur einen Plan und Aufmerksamkeit. Natürlich, je mehr Sie in die Eliminationsdiät investieren, desto mehr bekommen Sie heraus. So, hier sind einige Tipps für Ihren Erfolg mit diesem Plan.

 

 

 

Ein Schlüssel zum Erfolg dieser Diät ist die Vorbereitung. Reservieren Sie etwa eine Woche für die Vorbereitung der Diät. Suchen Sie Rezepte und kaufen Sie entsprechend ein. Damit ist die Eliminationsdiät viel freundlicher und Sie sind erfolgreicher als die Menschen, die mal ebenso hinein springen.

 

Halten Sie die benötigten Lebensmittel bereit. Befassen Sie sich mit der Zubereitung. Versuchen Sie so viel wie möglich im Voraus zuzubereiten.  Etwa einen großen Topf mit Topf, komplett mit Gemüse, Eiweiß und Gewürzen kann Ihnen enorm helfen. Denken Sie daran dass Sie Hunger bekommen könnten und dann konformes Essen bereit sein muss.

 

 

 

Räumen Sie Ihre Küche. Befreien Sie sich von den Lebensmitteln, die nicht Teil der Eliminationsphase sind. (Oder verstecken sie sie wirklich gut). Die Menschen sind manchmal unberechenbar in Ihren Gedanken. So machen Sie es sich einfach und beseitigen die Verführungen.  

 

 

 

Was bringt mir dieser Aufwand?

 

Leiden Sie an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit? Dann ist die Ausschlußdiät vermutlich das effektivste Ernährungs-Experiment, das Sie jemals unternommen haben.  

 

Eine perfekte Diät gibt es nicht.  Als Menschen sind wir verschieden und individuell. Wir essen alle anders. Essen erfüllt darüber hinaus wichtige soziale und psychologische Bedürfnisse. Es ist mir sehr wichtig, dass sie die beste Übereinstimmung Ihrer Ernährung mit Ihrem Lebensstil finden.

 

Haben Sie keine Magen-Darm-Beschwerden oder Unverträglichkeiten, ist die Ausschlußdiät nicht notwendig. Sind Sie jedoch mit einigen der Probleme konfrontiert, kann die Ausschlußdiät sehr hilfreich sein. Jeder der Probleme in diesem Bereich hat, profitiert. Es macht Ihnen sogar Spaß zu entdecken, wie Ihr Körper auf die verschiedenen Nahrungsmittel reagiert. Die Ausschlußdiät ist ein aufregendes Forschungsprojekt um das „ICH“ zu erforschen. Für einige Menschen fühlen sich die Ergebnisse wie ein Wunder an.

 

Ehrlich gesagt, es gibt viele Möglichkeiten, um Störungen im Verdauungstrakt zu behandeln. Aber der erste, einfachste und effektivste Anfang ist die Beseitigung und das Entfernen von Lebensmitteln, die Probleme verursachen könnten.

 

Warum nicht einen Nahrungsmittelallergie-Tests durchführen? Nun, diese Tests sind erstens teuer, oft unzuverlässig und meist in den Ergebnissen nicht sehr aufschlussreich. Ernsthaft, trotz der Vielzahl der derzeit erhältlichen Nahrungsmittelallergie-Tests scheint die Eliminationsdiät der Gold-Standard für die Identifizierung Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu sein.

 

Wie bei allen Allergietests, auch die Eliminationsdiät hat ihre Schwächen. Aber sie ist preiswert, einfach zu tun, jeder ist dazu fähig (Sie können es selbst tun, nicht ein Labor) und die Ergebnisse sind aus erster Hand, was ein mächtigerer Impuls für Veränderungen in der Ernährung als ein Labortest wird.

 

 

 

Eine andere Sichtweise auf Ernährung

 

Die klassische Sichtweise ist Nahrung als Energie zu betrachten. Das ist aber nur ein kleiner Teil.

 

Ich lade Sie ein eine ganz andere Perspektive auszuprobieren: Nahrung ist Information.

 

Jeder Bissen, jeder Schluck sendet so etwas wie eine Information an Ihren Körper.

 

Da haben wir gleich zwei Fragen:

1. Wie werden diese Nachrichten übertragen?

2. Wo werden die Nachrichten verarbeitet? Wo ist der „Computer“?

 

 

Also, wie werden diese Nachrichten übertragen?

 

Unser Verdauungstrakt ist die Schnittstelle zwischen Nahrung und Körper. Die Oberfläche des Verdauungstraktes entspricht einem Tennisplatz. Dieses riesige Verdauungsorgan übernimmt die Umwandlung der Nahrung in chemische Botenstoffe  vor.

 

Der Verdauungstrakt ist aber nicht nur für die Umwandlung und Aufnahme der Nahrung zuständig.

 

Überraschenderweise hat der Verdauungstrakt auch sein eigenes unabhängig vom Gehirn arbeitendes Nervensystem (enterisches Nervensystem), das wir als Bauchgehirn bezeichnen. Der Verdauungstrakt ist reich an Neurotransmittern, Hormonen, Botenstoffen, Enzymen. Außerdem tummeln sich noch unzählige Bakterien in Symbiose. Der Verdauungstrakt ist auch das Heim für etwa 70% des Immunsystems.  

 

 

 

Wenn alles schief läuft und wie Sie es wieder hinkriegen

 

Angesichts der Menge an Ressourcen, die der ordnungsgemäßen Funktion des Magen-Darm-Traktes gewidmet sind, ist es offensichtlich, dass ein gesunder Körper nur mit einem gesunden Darm zu haben ist. Wollen Sie Fett verlieren? Muskeln aufbauen? Ihre Leistungen verbessern? Glänzende Haare und schöne Haut bei guter Gesundheit und Vitalität? Ja? Besser ihr Darm funktioniert ordnungsgemäß.

 

 

 

Es kann aber auch eine Menge schief gehen im Verdauungstrakt mit katastrophalen Auswirkungen auf Ihre Gesundheit:

 

          Enzymmangel

 

          mikrobielles Ungleichgewicht

 

          gestörte Darmbewegung

 

          Entgiftungs- Anomalien

 

          intestinale Permeabilität (Leaky-Gut oder auf Deutsch durchlöcherter Darm)

 

          Entzündung

 

Interessant ist, dass Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu jedem einzelnen dieser Probleme entweder direkt oder indirekt beitragen. In der Tat, eine wachsende Zahl von Beweisen zeigt, dass Nahrungsmittelallergien, oder genauer Nahrungsmittelunverträglichkeiten noch zahlreiche andere Körpersysteme schädigen und eine breite Palette von unerwünschten Symptome hervorrufen können.

 

 

 

Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind mit diesen Magen-Darm-Störungen in Verbindung gebracht worden:

 

          Asthma und Allergien

 

          Autoimmunerkrankungen

 

          Hauterkrankungen

 

          Arthritis

 

          Arteriosklerose und andere kardiovaskuläre neurodegenerativen Erkrankungen, wie Demenz,

 

          Stimmungsstörungen

 

          ADS / ADHS

 

          Narkolepsie

 

          Sucht

 

          Migräne

 

          Nierenprobleme

 

Wow, das ist eine riesige Liste! Und mit mehr Forschung, wächst die Liste. In der Tat, eine große Anzahl von Nahrungsmitteln korreliert mit Darmfunktionsstörungen oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Wenn Ihr Verdauungstrakt suboptimal arbeitet,  sollten Sie  zumindest prüfen,  ob die Eliminationsdiät Ihre Probleme beseitigt.

 

 

 

 

 

Zusammenfassung

 

Wenn Sie denken, Sie könnten an Nahrungsmittelunverträglichkeiten leiden, sollten Sie eine Eliminationsdiät versuchen. Essen hat die Macht, die Gesundheit oder Krankheit zu fördern. Nach einer Eliminationsdiät werden Sie ein lohnendes Aha erleben.

 

Also, probieren Sie es aus, wenn Sie denken, dass Ihre Darmgesundheit einen Check-up braucht. Was Sie vorübergehend im leiblichen Wohl aufgeben werden Sie als dauerhafte und eindeutige Erkenntnisse über die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden gewinnen!

 

Alles wird gut. Sie werden besser. Ihr Jens Knobloch

 

Textquellen:
Max Doy

Till Sukopp

Brian Walsh

One thought on “Ausschlussdiät: Unverträglichkeiten und Allergien aufspüren

  1. Vielen Dank für die sehr gut beschriebene Hilfestellung. Habe seit einer Woche Ausschlag und Kortison bekommen. Hilft aber ist keine Dauerlösung. Ich habe nach einer Idee gesucht und mein Artzt schickte mir den Link von Ihrer Seite. Da steht alles drin was ich brauch und spar mir erst mal jede Menge Geld und lerne dazu noch mein Körper besser bzw. noch bewusster kennen. Vielen Dank. Ich lege gleich los und notiere…

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